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Information an alle Schüler

Schulorganisation im Lockdown


Mecklenburg-Vorpommern zieht die Notbremse. In der dritten Welle der Corona-Pandemie schlägt sich das Infektionsgeschehen auch in den jüngeren Alterskohorten nieder. Aktuelle Studien zeigen auf, dass die Zahl der Neuinfektionen bei Kindern und Jugendlichen deutlich angestiegen ist. Gleichzeitig hat die Belastung des Gesundheitssystems, insbesondere auf den Intensivstationen, ein kritisches Niveau erreicht. Die landesweite 7-Tage-Inzidenz ist zwischenzeitlich bereits auf über 150 gestiegen bei weiter steigender Tendenz. Der landesweite harte Lockdown hat auch Auswirkungen auf die Schulorganisation.

Regelungen für den Schulbetrieb:
• Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird es eine Notbetreuung geben.
• Die Betreuung von Schülerinnen und Schülern mit komplexen Behinderungen und gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die unabhängig vom Alter und der Beschäftigungssituation der Erziehungsberechtigten wird immer sichergestellt.
• Für alle Jahrgangsstufen in allen Schularten sowohl der allgemein bildenden als auch der beruflichen Schulen wird Distanzunterricht erteilt. Ausnahmen bilden die Abschlussjahrgänge bzw. die Vorabschlussklassen. Sobald die Abschlussklassen durch Prüfungen gebunden sind und nicht mehr regelmäßig in der Schule sind, rücken die Vorabschlussklassen nach. Sie erhalten unter Aufhebung der Präsenzpflicht Präsenzunterricht unter Pandemiebedingungen. Es gelten die Hinweise zum Distanzunterricht, insbesondere die Hinweisschreiben Nr. 83 und 99.
• Für die Jahrgangsstufe 9 an der Regionalen Schule kann ebenfalls ein täglicher Präsenzunterricht in Form eines Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen und unter Aufhebung der Präsenzpflicht stattfinden, wenn kein Präsenzunterricht für die Jahrgangsstufe 10 an der Regionalen Schule mehr stattfindet. Diese schulorganisatorische Entscheidung steht im Ermessen der jeweiligen Schule in Abhängigkeit von personellen und räumlichen Ressourcen.
• Für die Jahrgangsstufe 11 der allgemein bildenden Schulen sowie für die Jahrgangsstufe 12 der Abendgymnasien und Fachgymnasien kann ebenfalls ein täglicher Präsenzunterricht in Form eines Regelbetriebs unter Pandemiebedingungen und unter Aufhebung der Präsenzpflicht stattfinden, wenn kein Präsenzunterricht für die Jahrgangsstufe 12 der allgemein bildenden Schulen sowie für die Jahrgangsstufen 13 der Abendgymnasien und Fachgymnasien mehr stattfindet. Diese schulorganisatorische Entscheidung steht im Ermessen der jeweiligen Schule in Abhängigkeit von personellen und räumlichen Ressourcen.
• Für die weiteren beruflichen Schulen wird analog verfahren. Weiterhin wird Präsenzunterricht in den Ausbildungsklassen und den Klassen des schulischen Teils der berufsvorbereitenden Bildungsgänge (BvB) gemäß § 1 Nummer 5 der Berufsschulverordnung der Justizvollzugsanstalt Neustrelitz erteilt.

Weiterhin gilt:
• Schülerinnen und Schüler der beruflichen Schulen wird für die Durchführung des fachpraktischen Unterrichts in den Ausbildungen der Gesundheitsfachberufe, die der Fachaufsicht des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit unterfallen, der Besuch der Schule unabhängig vom Inzidenzwert gewährleistet, sofern dieser fachpraktische Unterricht nicht in geeigneten alternativen Unterrichtsformaten gestaltet werden kann.
• Inzidenzunabhängig wird in den Schulen die Abnahme von Abschlussprüfungen sowie etwaige andere Prüfungen (Kammerprüfungen, Kenntnisprüfungen im Rahmen der Berufsanerkennung ausländischer Gesundheitsfachberufe etc.) gewährleistet. Nähere Vorgaben zur Durchführung von Prüfungen werden durch Erlass des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur geregelt. Für die Abschlussprüfungen gelten die Hygiene- und Organisationshinweise für die schulischen Abschlussprüfungen 2021.
• Prüfungsvorbereitungen und Konsultationen sind inzidenzunabhängig für die Schülerinnen und Schüler, die in diesem Schuljahr ihre Prüfung ablegen, durch die Schulen eigenverantwortlich zu organisieren. Die Form der Vermittlung von Lerninhalten und die Unterstützung der Schülerinnen und Schüler bei anstehenden Prüfungsvorbereitungen können sowohl in Präsenz als auch digital in Distanz realisiert werden. Die Teilnahme am vorbereitenden Unterricht ist freiwillig.
• Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal an allgemein bildenden Schulen und beruflichen Schulen sind nach Inkrafttreten des novellierten Bundesinfektionsschutzgesetzes bei Teilnahme am Präsenzunterricht zweimal in der Woche mittels eines anerkannten Tests auf eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 verpflichtend zu testen. Darüber werden Sie nochmals gesondert informiert.


Die Rückkehr zum Präsenzunterricht hat für die Landesregierung hohe Priorität. Ziel ist es deshalb, den Zeitraum der notwendigen Schließung zu nutzen und den Beschäftigten auch der weiterführenden und beruflichen Schulen ein Impfangebot zu unterbreiten, um damit die Rückkehr zum Präsenzunterricht mit zusätzlichem Schutz zu flankieren. Sobald die landesweite 7-Tage-Inzidenz mindestens 7 Tage unterhalb von einem Wert von 100 liegt, sollen die Schulen als erster gesellschaftlicher Bereich geöffnet werden.
Die Impfung der Beschäftigten in Schule wurde in den letzten Tagen stark vorangetrieben. Flächendeckende und kurzfristige Impfungen möglichst vieler Beschäftigter in den Schulen sind von essentieller Bedeutung. Es wird in den kommenden Wochen allen Lehrkräften, also auch den Beschäftigten der weiterführenden und beruflichen Schulen, ein Impfangebot unterbreitet. Das wird wichtigen zusätzlichen Schutz in die Schule bringen.
Ein zweiter Baustein für den erhöhten Schutz sind die Selbsttests, die das Land den Beschäftigten an den Schulen sowie Schülerinnen und Schülern zweimal pro Woche zur Verfügung stellt. Mit der Änderung des Bundesinfektionsschutzgesetzes ist eine Testpflicht an den Schulen geplant. Die Umsetzung dieser Testpflicht wird auch für Mecklenburg-Vorpommern vorbereitet.

Regelungen für die Notbetreuung

Wenn Erziehungsberechtigte die Notbetreuung in der Schule in Anspruch nehmen wollen, müssen sie auch diesmal eine Unabkömmlichkeitserklärung – einschließlich der Bestätigung vom Arbeitgeber – vorlegen sowie erklären, dass eine private Kinderbetreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll organisiert werden kann. Selbstständige legen zur Unabkömmlichkeit eine entsprechende Eigenerklärung vor. Eltern müssen also zwei Formulare – die Selbsterklärung zur Notbetreuung und die Unabkömmlichkeitsbescheinigung – vorlegen. Diese sind am Montag, 19. April, abzugeben, spätestens aber am Dienstag, 20. April, nachzureichen. Die Notbetreuung ist für Kinder gedacht, deren Eltern/Erziehungsberechtigte in Organisationen oder Einrichtungen mit wichtiger Bedeutung für das Gemeinwesen arbeiten (kritische Infrastruktur).

© Berufliche Schule zur Integration schulpflichtiger Jugendlicher Malchow.

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